Zonengerechte Neuzustellung einer Biomasse-Brennkammer
Drei Zonen, drei Beanspruchungen — an jeder Stelle das richtige Material

Ausgangslage
In der Brennkammer eines Biomasseheizkraftwerks mit Vorschubrostfeuerung hatte die Auskleidung das Ende ihrer Standzeit erreicht: Das Glutbett hatte den Verband über dem Rost abgeschliffen, Übergänge und Dehnfugen waren aufgearbeitet, und im Feld der Sekundärluftdüsen war das Gefüge gestört. Der Betreiber beauftragte SBS Refractory Service mit der zonengerechten Neuzustellung innerhalb des geplanten Stillstands.
Leistungsumfang
- Befundaufnahme und Einmessen der Düsenlagen
- Ausbruch der verschlissenen Zustellung
- Steinverband über dem Rost, monolithische Zustellung darüber
- Treppenförmig verzahnter Übergang, Dehnfugen mit Keramikfaser gestopft
- Übergabe mit schriftlicher Aufheizkurve
Projektdaten
Die Aufgabenstellung
Drei völlig verschiedene Beanspruchungen in einem Raum: mechanischer Abrieb über dem Rost, höchste Temperatur und Verwirbelung in der Sekundärluftzone, Alkalienangriff am Kesseleintritt
Der Übergang zwischen Steinverband und monolithischer Zustellung durfte keine durchlaufende Schwachstelle bilden
Die Lage der Sekundärluftdüsen musste exakt erhalten bleiben — sie ist Teil der Feuerungsauslegung und entscheidet über den Ausbrand
Enges Stillstandsfenster: Ausbruch, Neuaufbau und kontrolliertes Aufheizen im geplanten Zeitraum
Der SBS-Ansatz
Über dem Rost wurde ein dichter Läuferverband aus gebranntem Schamottestein gesetzt — mit knappen Fugen dort, wo das Glutbett bei jedem Schub an der Wand reibt. Oberhalb folgt die monolithische Zustellung, die Ecken, Schrägen und Durchführungen fugenlos in einem Zug abbildet.
Die Grenze zwischen beiden Bauweisen wurde treppenförmig verzahnt, jede Stufe zur nächsten versetzt — ein Riss, der einer Stufe folgt, endet an der nächsten. Die Dehnfugen laufen senkrecht durch und wurden mit Keramikfaser gestopft statt mit Mörtel verfüllt. Die Sekundärluftdüsen wurden vor dem Ausbruch eingemessen und beim Einbau millimetergenau wiederhergestellt.
Am Kesseleintritt, wo die Rauchgase abkühlen und die Alkalien kondensieren, kam tonerdereiches Material zum Einsatz. Übergeben wurde mit schriftlicher Aufheizkurve, damit das Anmachwasser der monolithischen Zonen kontrolliert entweichen kann.
Zonengerechte Neuzustellung einer Biomasse-Brennkammer in Bildern

Die Grenze läuft treppenförmig, nicht gerade — rechts die durchlaufende Dehnfuge

Dichter Läuferverband mit knappen Fugen, wo das Glutbett an der Wand reibt

Das Gewölbe wieder in Stein: Bogensteine im Verband, darunter die fugenlose monolithische Wand

Beim Einbau gesetzt und millimetergenau wieder eingemessen — nicht nachträglich gebohrt

Am Kesseleintritt schlagen sich die Alkalien nieder — hier steht tonerdereiches Material
Messbare Resultate
Die wichtigsten Kennzahlen des Projekts „Zonengerechte Neuzustellung einer Biomasse-Brennkammer"
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