SBS Refractory Service
Holzverbrennungsanlage
800–1100 °C

Holzverbrennungsanlage

Feuerfeste Auskleidung von Holzverbrennungsanlagen für die energetische Verwertung von Holz und Hackschnitzeln.

Steckbrief

Ofenprofil im Überblick.

Einsatz
Energieerzeugung aus Holz, Hackschnitzel, Altholz
Prozess
Rostfeuerung oder Wirbelschichtverbrennung von Holzbrennstoffen
Temperaturbereich
800–1100 °C
Baugruppen
FeuerraumRostNachbrennkammerRauchgaszügeAscheaustrag

Feuerraum

Zentrale Brennkammer mit Schamotte- oder SiC-Auskleidung, in der die Hauptverbrennung bei 800–1100 °C stattfindet. Die Auskleidung muss alkalienbeständig und erosionsfest sein.

Rost

Vorschub- oder Wanderrost aus hitzebeständigem Gusseisen, auf dem der Brennstoff aufliegt. Der Übergangsbereich Rost/Mauerwerk ist eine kritische Verschleißzone.

Nachbrennkammer

Sekundäre Brennkammer zur vollständigen Ausbrand der Rauchgase. Hier herrschen die höchsten Temperaturen und stärkste chemische Belastung durch gasförmige Alkalien.

Rauchgaszüge

Kanalsystem zur Wärmeübertragung an den Kessel. Erosion durch Flugasche und Kondensation aggressiver Verbindungen sind hier die Hauptbelastungen.

Ascheaustrag

Mechanische Austragssysteme für Rost- und Flugasche. Die feuerfeste Auskleidung muss hoher mechanischer Beanspruchung und Abrieb standhalten.

Feuerfestbau für nachhaltige Holzenergie.

Holzverbrennungsanlagen stellen besondere Anforderungen an die feuerfeste Auskleidung. Die Verbrennung von Hackschnitzeln, Pellets und insbesondere Altholz erzeugt alkalireiche Aschen, die bei Temperaturen von 800 bis 1100 °C chemisch aggressiv auf die Feuerfestmaterialien einwirken. SBS Refractory Service verfügt über langjährige Erfahrung in der Ausmauerung und Instandhaltung von Holzverbrennungsanlagen aller Leistungsklassen — von kleinen Heizwerken bis zu großen Heizkraftwerken.

800–1.100°C
Betriebstemperatur
3–8 Jahre
Standzeit Auskleidung
2–4 Wochen
Revisionsdauer
24/7
Notfall-Bereitschaft

Die Wahl des richtigen Feuerfestmaterials hängt entscheidend von der Brennstoffqualität ab. Naturbelassenes Holz verhält sich anders als Altholz der Kategorien A1 bis A4. Verunreinigungen durch Lacke, Beschichtungen oder Fremdstoffe beschleunigen den chemischen Angriff auf die Auskleidung erheblich. Unsere Materialkonzepte berücksichtigen die spezifische Aschechemie und die thermomechanische Beanspruchung jeder einzelnen Zone im Feuerraum.

Von der präventiven Wartung über Teilreparaturen bis zur vollständigen Neuzustellung bieten wir das gesamte Leistungsspektrum für Holzverbrennungsanlagen. Unsere Montageteams arbeiten termingerecht während der geplanten Revisionsstillstände und sorgen für eine zuverlässige, langlebige Auskleidung, die den kontinuierlichen Betrieb Ihrer Anlage sicherstellt.

Herausforderungen

Typische Probleme beim Holzverbrennungsanlage.

Diese Belastungen bestimmen die Materialwahl und Konstruktion der feuerfesten Auskleidung.

Alkalischer Angriff durch Holzasche

Holzasche enthält hohe Konzentrationen an Kalium und Natrium, die bei Betriebstemperaturen in die Feuerfestauskleidung eindringen und Gefügezerstörung verursachen.

Verschlackung an Feuerraumwänden

Niedrigschmelzende Aschebestandteile bilden Schlackeansätze, die Wärmeübertragung behindern und die Auskleidung mechanisch belasten.

Erosion durch Flugasche

Mitgerissene Aschepartikel im Rauchgasstrom erodieren die Oberfläche der Auskleidung, besonders in Umlenkbereichen und Rauchgaszügen.

Thermische Wechselbelastung

Häufiges An- und Abfahren sowie schwankende Brennstoffqualität verursachen Temperaturwechsel, die zu Rissbildung und Abplatzungen im Feuerfestmaterial führen.

Verunreinigungen bei Altholzverbrennung

Altholz der Kategorien A3 und A4 enthält Lacke, Beschichtungen und Fremdstoffe, die aggressive Chlor- und Schwermetallverbindungen im Rauchgas erzeugen.

Materialexpertise

Werkstoffe & Auskleidung

Jede Zone Ihres Ofens stellt eigene Anforderungen an Temperaturbeständigkeit, chemische Resistenz und mechanische Belastbarkeit. Wir wählen die optimale Materialkombination.

Schematischer Querschnitt

Klicken Sie auf ein Material für Details

Schamottesteine

Formsteine

Feuerraum-Standardbereiche

Feuerbeton (SiC-haltig)

Feuerbeton

Verschleißzonen am Rost und Ascheaustrag

Keramikfaser

Faserprodukte

Türen, Revisionsöffnungen

DIN EN
Geprüfte Materialqualität
100+
Geprüfte Werkstoffe im Portfolio
35+
Jahre Materialerfahrung
24/7
Notfall-Materiallager
Leistungen

Typische Arbeiten am Holzverbrennungsanlage.

Unsere Leistungen für diesen Ofentyp — von der Neuzustellung bis zur laufenden Wartung.

Projektablauf

Von der Begehung bis zur Abnahme.

Unser strukturierter Prozess garantiert Qualität, Termintreue und Sicherheit bei jedem Projekt.

1

Befund & Begehung

Begehung und Zustandsaufnahme des Feuerraums und der Rauchgaszüge

2

Planung

Materialkonzept nach Brennstoffart und Aschechemie

3

Ausführung

Ausmauerung des Feuerraums und der Nachbrennkammer

4

Sicherheit

Absicherung bei Arbeiten in der Anlage, Staubschutz

Befund & Begehung

Nach dem Abkühlen der Anlage führen unsere Fachleute eine systematische Begehung durch. Sämtliche Feuerfestzonen werden visuell inspiziert, Rissbildungen dokumentiert und Verschleißtiefen per Ultraschall oder mechanischer Messung bestimmt. Besonderes Augenmerk liegt auf den hochbelasteten Bereichen Rostübergang, Nachbrennkammer und Rauchgaszüge. Auf Basis der Befundung erstellen wir einen detaillierten Zustandsbericht mit priorisierten Handlungsempfehlungen.

Planung

Anhand der Befundung und der spezifischen Brennstoffdaten erarbeiten wir ein maßgeschneidertes Materialkonzept. Dabei berücksichtigen wir die Aschechemie, Betriebstemperaturen und mechanische Belastungen jeder Zone. Für Altholzanlagen setzen wir bevorzugt SiC-haltige Feuerbetone ein, die eine hohe Beständigkeit gegen Alkalien und Chloride bieten. Die Planung umfasst auch Logistik, Gerüstkonzept und Zeitablauf, abgestimmt auf Ihren Revisionstermin.

Ausführung

Die Ausführung erfolgt durch unsere erfahrenen Montageteams, die auf Feuerfestarbeiten in Verbrennungsanlagen spezialisiert sind. Bei einer Neuzustellung werden zunächst die alten Materialien fachgerecht ausgebrochen und entsorgt. Anschließend erfolgt der Einbau der neuen Auskleidung — ob gemauert, gegossen oder gespritzt — nach den technischen Vorgaben des Materialkonzepts. Alle Arbeiten werden lückenlos dokumentiert und qualitätsgesichert.

Sicherheit

Arbeiten in Holzverbrennungsanlagen erfordern besondere Schutzmaßnahmen. Vor der Begehung werden Staubmessungen durchgeführt und die Anlage auf Resttemperaturen geprüft. Alle Mitarbeiter tragen die erforderliche persönliche Schutzausrüstung einschließlich Atemschutz. Bei Altholzanlagen gelten zusätzliche Vorgaben hinsichtlich Schadstoffbelastung. Absturzsicherungen und Belüftungsmaßnahmen werden projektspezifisch umgesetzt.

Einblicke

Aus unserem Projektportfolio.

Über 500 erfolgreich umgesetzte Feuerfestbau-Projekte in der DACH-Region und den Benelux-Ländern.

Alle Referenzen
500+
Projekte
35+
Jahre Erfahrung
DACH
Einsatzgebiet
24/7
Notfallservice

Holzverbrennungsanlage

FAQ

Häufige Fragen

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