Ein Dosierofen ist kein Schmelzofen: Feuerfest-Zustellung im Warmhaltebetrieb
Ein Warmhalte- und Dosierofen schmilzt nicht, er hält Aluminium über Wochen flüssig. Statt Thermoschock dominiert der Dauerkontakt mit der Schmelze.

Ein Dosierofen ist kein kleiner Schmelzofen — und darf feuerfest auch nicht so behandelt werden. Der Grund liegt in der Beanspruchung: Ein Warmhalte- und Dosierofen schmilzt nicht, er hält Aluminium über Wochen bei rund 700–750 °C flüssig. Statt Thermoschock durch Chargieren dominiert der Dauerkontakt mit der Schmelze — mit Infiltration, Korundwachstum und gezieltem Angriff auf Höhe der Badlinie.
Worauf es bei einer Dosierofen-Zustellung ankommt
- Nicht benetzende, korundabweisende Massen: Die Schmelze soll die Auskleidung nicht annehmen — das bestimmt Reinigungsintervalle und Standzeit.
- Monolithische, dichte Oberfläche statt vieler Fugen — jede Fuge ist eine Eintrittsstelle für Metall.
- Maßhaltigkeit: Die Dosiergenauigkeit hängt direkt an der Geometrie von Bad, Steigrohr und Dosierkammer. Hier zählen Millimeter.
- Kontrollierte Erstaufheizung mit Haltestufen, damit gebundenes Wasser sicher entweicht, bevor der Ofen in Produktion geht.
Das gezeigte WESTOMAT-Dosierofen-Projekt steht für genau diese Arbeitsweise: dicht ausgekleidetes Bad, saubere Übergänge, stabile Dosierung.
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