SBS Refractory Service
Vom Pulver zum Hochleistungsbauteil — durch den Ofen.

Additive Fertigung (Metall 3D-Druck)

Zustellung und Wartung von Sinteröfen, HIP-Anlagen (Heiß-Isostatisches Pressen) und Wärmebehandlungsöfen für die additive Fertigung metallischer Komponenten. Ermöglicht Nachverdichtung, Spannungsarmglühen und Gefügeoptimierung 3D-gedruckter Bauteile.

Additive Fertigung (Metall 3D-Druck)

Additive Fertigung (Metall 3D-Druck)

1.400 °C
max. Sintertemperatur
200 MPa
HIP-Druck realisierbar
< 10 ppm
Sauerstoffgehalt Schutzgas
± 2 °C
Temperaturhomogenität
Im Detail

Einsatzszenarien

Additiv gefertigte Metallbauteile erreichen ihre endgültigen Materialeigenschaften erst durch thermische Nachbearbeitung. Sintern, Heiß-Isostatisches Pressen und Wärmebehandlung sind prozessentscheidende Schritte, die präzise kontrollierte Ofenatmosphären und Temperaturprofile erfordern.

SBS Refractory Service liefert die feuerfeste Infrastruktur für diese thermischen Prozesse: Ofenauskleidungen, die Temperaturen bis 1.400 °C unter Vakuum oder Schutzgas zuverlässig standhalten und dabei höchste Reinheitsanforderungen erfüllen.

Die additive Fertigung eröffnet der Verteidigungsindustrie neue Möglichkeiten: komplexe Geometrien, Ersatzteile auf Abruf und dezentrale Produktion. Die Ofentechnik ist dabei das entscheidende Bindeglied zwischen gedrucktem Rohling und einsatzfähigem Bauteil.

Auf einen Blick

Normen & Vorschriften
DIN EN ISO/ASTM 52900 — Additive Fertigung, Grundlagen und TerminologieDIN EN ISO/ASTM 52904 — Additive Fertigung, Qualifizierung und PrüfungAMS 2750 — Pyrometrie, WärmebehandlungsanlagenNADCAP AC7102 — Wärmebehandlung (Luft- und Raumfahrt)DIN EN 746 — Industrielle Thermoprozessanlagen, Sicherheit
Rahmenbedingungen
  • Hochreine Ofenatmosphäre (Vakuum oder Schutzgas) für kontaminationsfreie Prozesse
  • Temperaturhomogenität nach AMS 2750 Klasse 1 oder 2
  • Chargenverfolgung aller Feuerfestmaterialien
  • Abstimmung der Zustellung auf die spezifischen Pulverwerkstoffe
  • Regelmäßige Kalibrierung und Requalifizierung der Ofensysteme
  • Dokumentation gemäß Qualitätsanforderungen der Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie
Verfahren & Technik

So arbeiten wir bei Additive Fertigung (Metall 3D-Druck)

Bewährte Verfahren und spezialisierte Ausrüstung für optimale Ergebnisse.

Sinterofen-Zustellung

Feuerfeste Auskleidung von Vakuum- und Schutzgassinteröfen für MIM- und Binder-Jetting-Bauteile. Hochreine Materialien verhindern Kohlenstoff- und Sauerstoffkontamination während des Sinterprozesses.

HIP-Anlagen-Service

Wartung und Zustellung von Heiß-Isostatischen Pressen. Die Feuerfestauskleidung muss sowohl Temperaturen bis 1.400 °C als auch Drücke bis 200 MPa dauerhaft standhalten.

Wärmebehandlung nach Druck

Zustellung von Öfen für Spannungsarmglühen, Lösungsglühen und Auslagern additiv gefertigter Komponenten. Präzise Temperaturführung ist entscheidend für die resultierenden Werkstoffeigenschaften.

Entbinderungsofen-Auskleidung

Spezialzustellungen für die thermische Entbinderung (Debinding) von MIM- und Binder-Jetting-Grünkörpern. Die Auskleidung muss Bindemittel-Ausgasungen widerstehen und leicht zu reinigen sein.

Projektablauf

Schritt für Schritt zum Ergebnis

Strukturiert, transparent und termingerecht — so arbeiten wir.

1

Prozessanforderungen definieren

Abstimmung der Feuerfestauslegung auf Werkstoff, Prozess und Qualitätsanforderungen.

3–5 Werktage

Analyse der Pulverwerkstoffe (Ti-6Al-4V, Inconel 718, 316L), Sinterprofile und Atmosphärenanforderungen. Definition der zulässigen Kontaminationsgrenzen und Temperaturhomogenität.

2

Materialauswahl & Qualifizierung

Auswahl und Prüfung der Feuerfestmaterialien für den spezifischen additiven Fertigungsprozess.

1–2 Wochen

Prüfung auf Ausgasungsverhalten, Reinheit und Kompatibilität mit der Prozessatmosphäre. Materialzertifikate und Chargenrückverfolgung.

3

Zustellung & Inbetriebnahme

Einbau der Feuerfestauskleidung und Validierung der Ofenperformance.

1–3 Wochen

Fachgerechter Einbau, kontrollierte Trocknung, Aufheizkurve. Temperaturgleichmäßigkeitsuntersuchung (TUS) nach AMS 2750. Kalibrierprotokoll.

TUS-Bericht nach AMS 2750
4

Validierung & Bauteilprüfung

Verifizierung der Prozessergebnisse durch Musterbauteile.

1–2 Wochen

Sintern/HIP von Referenzbauteilen, Prüfung auf Dichte, Gefüge und mechanische Eigenschaften. Korrelation mit Prozessparametern zur Optimierung.

5

Laufende Wartung & Requalifizierung

Planmäßige Inspektion und periodische Requalifizierung des Ofensystems.

quartalsweise / halbjährlich

Regelmäßige TUS-Wiederholung, Inspektion der Feuerfestauskleidung, Austausch von Verschleißzonen. Dokumentation nach NADCAP-Anforderungen.

Materialien & Entsorgung

Stoffströme bei Additive Fertigung (Metall 3D-Druck)

Fachgerechte Trennung, Verwertung und Entsorgung aller anfallenden Materialien.

Ti-6Al-4V (Titan Grade 5)

Meistverwendete Titanlegierung in der additiven Fertigung. Sintern bei 1.200–1.350 °C unter Hochvakuum. Erfordert kontaminationsfreie Ofenauskleidung.

Strukturbauteile, Befestigungselemente, medizinische Implantate

Inconel 718 (Nickelbasis)

Superlegierung für Betriebstemperaturen bis 700 °C. Wärmebehandlung (Lösungsglühen + Doppelauslagern) ist prozessentscheidend für die mechanischen Eigenschaften.

Turbinenschaufeln, Triebwerkskomponenten, hochbelastete Strukturteile

Molybdän-Heizelemente

Refraktärmetall-Heizelemente für Betrieb bis 1.700 °C unter Vakuum. Die Feuerfestauskleidung muss Molybdänoxidation durch leckfreie Vakuumführung verhindern.

Heizungskomponenten in Vakuum-Sinteröfen

Hochreine Al₂O₃-Keramikplatten

Nichtreagierende Unterlageplatten für den Sinterprozess. Verhindern Anhaftung und Kontamination der Bauteile. Wiederverwendbar nach Reinigung.

Ofenausstattung und Sinterunterlagen
Einsatzgebiete

Einsatzszenarien

Typische Situationen, in denen Additive Fertigung (Metall 3D-Druck) zum Einsatz kommt.

Aufbau von Sinterkapazitäten für additive Serienfertigung

Wärmebehandlung komplexer 3D-gedruckter Triebwerks- und Strukturbauteile

HIP-Nachverdichtung additiv gefertigter Titan- und Nickellegierungen

Dezentrale Ersatzteilproduktion mittels mobiler Sinter- und Wärmebehandlungsöfen

Qualifizierung neuer Pulverwerkstoffe für die additive Fertigung

FAQ

Häufige Fragen

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